Prüfungsordnung

Verordnung über die Prüfung
zum Hundephysiotherapeuten / zur Hundephysiotherapeutin
zum Pferdephysiotherapeuten / zur Pferdephysiotherapeutin
zum zertifizierten Tierphysiotherapeuten / zur zertifizierten Tierphysiotherapeutin
des Bundesverbandes zertifizierter Tierphysiotherapeuten BZT e. V.
Vom 20. April 2010

§ 1 Abschlussprüfung

  1. Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Ausbildungsordnung des BZT e. V. aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse. Eine Zwischenprüfung findet nicht statt.
  2. Es finden Prüfungen statt:
    a. zum Hundephysiotherapeuten
    b. zum Pferdephysiotherapeuten
    c. zum zertifizierten Tierphysiotherapeuten / zur zertifizierten Tierphysiotherapeutin.
  3. Die Anmeldung einer Abschlussprüfung hat schriftlich zu erfolgen. Die Anmeldung muss dem BZT e.V. spätestens acht Wochen vor dem Prüfungstermin zugegangen sein.
  4. Die Prüfungsgebühr wird von der jeweiligen Schule nach Aufwand festgelegt.
  5. Die Prüfung besteht aus drei Teilen:
    1. Anfertigung einer schriftlichen Facharbeit
    2. Schriftliche Prüfung
    3. Praktische Prüfung an Pferd und / oder Hund
  6. Der Abschlussprüfung wird ein Vertreter des BZT e.V. beisitzen.

§ 2 Schriftliche Facharbeit

  1. Der Umfang der Facharbeit sollte zwischen minimal 25 und maximal 60 Seiten liegen. Eingefügte Bilder zählen als maximal 4 Seiten.
  2. Die Facharbeit besteht aus Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Textteil, Literaturverzeichnis und der Ehrenwörtlichen Erklärung. Die Seitenzählung der Arbeit beginnt mit dem Deckblatt. Das Deckblatt der Facharbeit kann frei gestaltet werden. Es muss enthalten: den Titel der Facharbeit und den Namen des Prüflings. Die zweite Seite enthält den Namen und die Adresse des Prüflings, den Namen der Schule, Angabe des Faches/Moduls und das Abgabedatum. Das Inhaltsverzeichnis enthält die Gliederungsstruktur der Facharbeit mit Angaben der Seitenzahl des jeweiligen Kapitelbeginns. Die Gliederungsstruktur kann entweder alphanumerisch: I., A., 1., a., aa. (nicht mehr als 5 Ebenen) oder dekadisch (Dezimal) sein: 1., 1.1, 1.1.1 ... 2.1.4.1 etc. (nicht mehr als 4 Ebenen) Die wesentlichen Bestandteile des Textteiles der Facharbeit sind:
    Einleitung (erkenntnisleitende Fragen/Hypothesen),
    Hauptteil (strukturierte Ausarbeitung des gelesenen bzw. beobachteten Materials),
    Schluss (Ergebnisse zusammenfassen, Eingangsfragen beantworten, evtl. Verbesserungsvorschläge, persönliche Meinung).
  3. Alle direkten Zitate müssen im Text als solche kenntlich gemacht werden, entweder mit Fußnoten oder in den Text integriert (am Schluss des Satzes/Absatzes in Klammern). Anzugeben sind der Autor, Titel, Erscheinungsjahr, Seite. Direkte Zitate müssen in Anführungszeichen gesetzt werden. Indirekte Zitate müssen nicht als solche kenntlich gemacht werden, müssen aber wie direkte Zitate nachgewiesen werden.
  4. Das Literaturverzeichnis ist alphabetisch nach Autoren- bzw. Herausgebernamen zu ordnen. Ist kein Autoren-/Hrsg.-Name vorhanden, dann ist der Beitrag mit seinem Titelanfang alphabetisch einzuordnen. Elektronische Quellen (Webseiten, CD-ROMs) sind in das Literaturverzeichnis zu integrieren.
  5. Eine Ehrenwörtliche Erklärung mit dem Wortlaut
    “Hiermit erkläre ich gemäß der Prüfungsordnung, dass ich die vorliegende Arbeit mit dem Titel XXX selbständig verfasst, noch nicht anderweitig für Prüfungszwecke vorgelegt, keine anderen als die angegebenen Quellen oder Hilfsmittel benützt sowie wörtliche und sinngemäße Zitate als solche gekennzeichnet habe.
    Ort, Datum, Unterschrift“
    ist der Facharbeit beizufügen.
  6. Formatierung der Arbeit
    Schriftart: Arial und/oder Times New Roman. Schriftgröße: Normaler Text (Fließtext) Arial 10, Times New Roman 11. Überschriften Arial 12, Times New Roman 14. Rand: links Lochrand von 2,5 bis 3 cm, rechts Korrekturrand von 4 bis 4,5 cm Zeilenabstand: 1,5 Zeilen (anderthalbzeilig).
  7. Die Facharbeit ist gebunden in doppelter Ausführung bis spätestens 4 Wochen vor dem gewählten Prüfungstermin abzugeben: ein Exemplar an die Schule, ein Exemplar an den Berufsverband.

§ 3 Schriftliche Prüfung

  1. Erster Teil: Multiple Choice. Der Multiple-Choice-Test umfaßt 100 Fragen. Die Bearbeitungszeit beträgt 120 Minuten.
  2. Fragen aus den Bereichen Anatomie, Physiologie, Pathologie und Therapieverfahren werden als Multiple-Choice-Fragen oder Freifragen vorgelegt.
  3. Bei den Multiple-Choice-Fragen sind mindestens eine und bis zu 4 richtige Antworten möglich. Werden mehr oder weniger als die richtigen Antwortmöglichkeiten angezeichnet, gilt die Frage als gesamt falsch beantwortet. Bewertungsschema: je richtige Antwort 1 Punkt.
  4. Bei den Freifragen wird die zu erreichende Punktzahl angegeben. Die Beantwortung der Freifragen muss die geforderten richtigen Stichworte enthalten, die grammatikalische Form der Antwort (Satzbau bzw. Stichworte) wird bei der Bewertung nicht berücksichtigt.
  5. Der Notenschlüssel orientiert sich am 100-Punkte-Schlüssel der IHK:
    • erreichte Punktzahl 92-100% der möglichen Punkte: sehr gut, Note 1
    • erreichte Punktzahl 81-91% der möglichen Punkte: gut, Note 2
    • erreichte Punktzahl 67-80% der möglichen Punkte: befriedigend, Note 3
    • erreichte Punktzahl 50-66% der möglichen Punkte: ausreichend, Note 4
    • erreichte Punktzahl unter 50%: nicht bestanden

§4 Schriftliche Prüfung

Zweiter Teil: Schriftliche Ausarbeitung eines Krankheitsbildes bzw. eines Therapieplanes

  1. Die Bearbeitungszeit beträgt 120 Minuten.
  2. Anhand aufgeführter Leitfragen ist ein Krankheitsbild oder ein Therapieplan schriftlich auszuarbeiten.
  3. Die Bewertung erfolgt anhand enthaltener geforderter Stichworte.
  4. Die Benotung orientiert sich ebenfalls am 100-Punkte-Schlüssel der IHK (s. § 3 (5)).

§5 Praktische Prüfung am Tier

  1. Die Prüfzeit beträgt i. d. R. 30 Minuten je Prüfling.
    Die Prüfung findet
    - für Prüflinge mit Prüfungsziel „Hundephysiotherapeut/in“ am Hund,
    - für Prüflinge mit Prüfungsziel „Pferdephysiotherapeut“ am Pferd,
    - für Prüflinge mit Prüfungsziel „zertifizierter Tierphysiotherapeut“ an Pferd und Hund
    statt.
  2. Die Prüfung ist stets an den Prüflingen nicht bekannten Tieren durchzuführen.
  3. Die praktische Prüfung kann folgende Themenbereiche umfassen:
    - Spezielle Anatomie: aktiver und passiver Bewegungsapparat
    - Pathologie
    - Geriatrie
    - Sofortmaßnahmen bei Notfällen
    - Techniken und Anwendungen der Physiotherapie und deren Kontraindikationen
    - Gangbildanalyse und Lahmheitsuntersuchung
    - Befunderhebung / Untersuchung, Halterbefragung
    - Umgang mit dem Patientenbesitzer
  4. Sie überprüft, ob Befunderhebung bzw. Untersuchung und Halterbefragung selbstständig, eigenverantwortlich und gewissenhaft durchgeführt und Therapiearten korrekt angewandt werden können. Sollte dies nicht der Fall sein, gilt die praktische Prüfung als nicht bestanden.

§ 6 Bestehen der Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung gilt als bestanden, wenn im Gesamtergebnis und im Durchschnitt der Prüfungsergebnisse der einzelnen Prüfungsteile mindestens ausreichende Leistungen erbracht werden. Werden die Prüfungsleistungen in mindestens einem Prüfungsteil mit ungenügend bewertet, so ist die Prüfung nicht bestanden. Die Prüfungsteile, in denen die Prüfung nicht bestanden ist, können jeweils zweimal wiederholt werden.

§ 7 Prüfungsbeisitzer

  1. Der Prüfungsbeisitzer wird von dem Beisitzer „Ausbildung und Prüfung“ bestimmt.
  2. Darüber hinaus muss der Prüfungsbeisitzer für die Prüfungsgebiete sachkundig und für die Mitwirkung im Prüfungswesen geeignet sein.

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